Archiv für die Kategorie ‘12 Arten, beim Cocktailtrinken zu sterben’

Wie üblich nahm Lady Button ihren Fünf-Uhr-Tee im Wintergarten ein. Der Butler servierte makellose Sandwiches dazu. Er räusperte sich verlegen.
„Mylady, ich bedaure, die Köchin lässt ausrichten, dass es heute keine Milch zum Earl Grey gibt.“
Drei Minuten später erlag Lady Button ihrem Herzinfarkt. Der Butler mixte sich ungerührt einen „Death in the afternoon“.

 

Death in the afternoon

1 cl Angostura Bitter
4 cl Absinth
1 St. Würfelzucker
Champagner

In eine Martinischale den Absinth gießen, den mit Angostura getränkten Würfelzucker in die Mitte legen, mit gekühltem Champagner (oder Sekt) auffüllen.

(Quelle: bartime.de)

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Blutlache – Cocktail des Monats November

Veröffentlicht: November 26, 2012 von Simone Ehrhardt in 12 Arten, beim Cocktailtrinken zu sterben

von Amely Carson

„Leute, Rundmail von der Spurensicherung. Heute Abend schmeißen die endlich die Einweihungsparty für ihr neues Labor!“
„Fein. Hoffentlich hat das nichts mit dem Anruf vom Chef zu tun.“
„Warum?“
„Wir sollen sofort los: Schießerei zwischen zwei verfeindeten Drogenbanden, 9 Tote. Es ist also reichlich Blut geflossen.“
„Was bitte hat das mit der Einweihungsparty von den Spusis zu tun?“
Wortlos trat der Kommissar einen Schritt beiseite, streifte seine Schussweste über und deutete wie beiläufig auf die noch offene Mail aus der Spurensicherung auf seinem Bildschirm. Auf der Getränkekarte konnte man lesen: Blutlachencocktail …

Blutlachencocktail

·  2 cl Rum weiß
·  2 cl Tequila
·  1 cl Grenadine
·  2 cl Zitronensaft
·  10 cl Traubensaft weiß

Alle Zutaten mit einigen Eiswürfeln in einem Shaker käftig schütteln und in ein Longdrinkglas geben.

Wohl bekomms!

Mehr über Amely Carson auf ihrer Webseite!

Hardcore – Cocktail für den Monat Oktober

Veröffentlicht: Oktober 2, 2012 von Simone Ehrhardt in 12 Arten, beim Cocktailtrinken zu sterben

von Andrea Tillmanns

Der Barkeeper im „Cocktail Dreams“ brüstete sich damit, jedem Gast den passenden Cocktail zu servieren. Bei dem Mann in dem verwaschenen Shirt mit dem Aufdruck „Hardcore Techno“ war die Auswahl nicht schwer. Um wenig später die Polizei zu überzeugen, dass er den Mann wirklich nicht hatte töten wollen, bedurfte es all seiner Eloquenz – und der verschiedensten alkoholfreien Cocktails aus seinem Repertoire. Nur den „Hardcore“ wollte keiner der Ermittler probieren. Dabei war die Gefahr, dass die Worcestersauße in dem Cocktail zum zweiten Mal an diesem Abend einen allergischen Schock auslösen würde, wirklich mehr als gering.

Hardcore
60 ml Tomatensaft
80 ml klare Kraftbrühe
evtl. Selleriesaft
Selleriesalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Paprika
Tabasco
Worcestersauße
Alle Zutaten in einem mit Eiswürfeln gefüllten Glas verrühren und servieren.

Andrea Tillmanns schreibt in erster Linie Cosy-Krimis, die oft in Aachen und der Eifel spielen, denkt sich manchmal aber auch kleine Morde für zwischendurch aus.
Website: www.andreatillmanns.de

Diesmal setzte ich auf die absolute Außenseiterin. Es war eine Verzweiflungstat, ich gestehe es gerne ein. Alle anderen hatten mich bitter enttäuscht, Cognac, Cointreau und sogar der Favorit, den sie so angepriesen hatten. Der Favorit hieß Champagner und er hatte eine ganze Seite im „Horse and Hound“ bekommen. Man kann sich eben auf nichts verlassen und ich vertraue seither nur noch meinem Bauchgefühl. Meine Güte, ich wollte eben auch mal einen Erfolg verbuchen, ist das so verwunderlich? Ich habe den Einsatz verdreifacht. Die Kollegen in Chicago, die bei der Jagd immer die Nasen vorne hatten, haben mir den Sieg nicht gegönnt. Kein Wunder, das Blutgeld war ein stattliches Sümmchen und dass die gute Angostura wirklich den Ausschlag gab, hätte keiner gedacht. Die dreifache Dosis hat jedenfalls gewirkt, der Kerl ist auf dem Flug nach Chicago kurz nach Genuss des Cocktails auf der Toilette umgekippt. Ich werde die ganze Mannschaft demnächst mal zu einem Chicago Cocktail einladen müssen, selbstverständlich rühr ich dann nur die vorgeschriebenen vier Spritzer in die Mischung. Vielleicht auch nur drei, das ist sicherer.

Heide-Marie Lauterer, http://www.tphys.uni-heidelberg.de/~pir/lauterer/Webpage/

Chicago Cocktail

80 cl Cognac

4 tl Cointreau

4 spr Angostura

etw. Champagner

Cognac und Cointreau im Rührglas mit Eiswürfeln rühren, mit Angostura würzen und in Champagnergläser abfüllen. Mit Champagner auffüllen.

 

„Vielleicht hätte ich die Pilze doch nicht selbst sammeln sollen”, seufzte Luise und wandte sich dem Engel neben ihr zu. „Und woran sind Sie gestorben?

„Lottogewinn“, brummte er. „Zur Feier des Tages gab mir meine Alte Gift in die Bloody Mary, statt Wodka. Jetzt lebt sie in Saus und Braus.“ Ärgerlich zog er die Stirn in Falten. „Na die kann was erleben, wenn sie hier hochkommt.“

Ein leises Lächeln umspielte Luises Mundwinkel. Der Aufenthalt im Himmel versprach wider Erwarten, interessant zu werden.

 

Bloody Mary

2cl Wodka

4cl Tomatensaft

1 1/2 cl Zitronensaft, durchgeseiht

1 Scheibe Zitrone

1 Prise Salz

1 Prise Pfeffer

1 Spritzer Tabasco

1 Spritzer Worcestersauce

1 Würfel Eis


Zubereitung

Alle Zutaten in einem Glas verrühren und die Zitronenscheibe auflegen.
Wer lieber einen Longdrink möchte, kann das Glas auch mit Tomatensaft auffüllen.

Bombe – Cocktail für den Monat Juli

Veröffentlicht: September 2, 2012 von Betsy Swann in 12 Arten, beim Cocktailtrinken zu sterben

„Wenn ein Kunde an der Bar eine Bombe bestellt, meint er doch keine RICHTIGE Bombe“, fluchte der Hotelbesitzer mit Blick auf den rauchenden Trümmerhaufen, der von seiner Nobelherberge übrig geblieben war.
Der Barkeeper zuckte die Achseln. „Tut mir leid, ich bin noch neu im Geschäft. Aber der Typ hat’s verdient: Nicht mal Trinkgeld hat er gegeben.“

Bombe (alkoholfrei)

1 Ei
3 cl Orangensaft
2 cl Ananassaft
Alle Zutaten in einem Shaker mixen und in eine Cocktail-Schale eingießen.
Mit einer Orangenscheibe oder einem Stück Ananas garnieren.

Bloodhound – Cocktail des Monats Juni

Veröffentlicht: Juni 13, 2012 von Simone Ehrhardt in 12 Arten, beim Cocktailtrinken zu sterben

Mantrailer
von Jo Arnold

Ein Riesenvieh. Braun mit schwarzem Muster und einem enormen Kopf, stellte Andreas fest, als Mann und Hund auf ihn zukamen. Als die zwei noch ein Stück näher waren, konnte Andreas das Tier genauer betrachten. Der Hund erinnerte ihn an eine Komikfigur: Droopey. Riesige Hängeohren, faltiges Knautschgesicht, schlabbernde Lefzen und Säcke unter den Augen, dass man bis auf die rote Bindehaut schauen konnte. Hässlich.

Den kompletten Krimi können Sie hier downloaden!

 

BLOODHOUND

Zutaten für 4 Portionen

90 ml Gin
30 ml trockener Vermouth
30 ml süßer Vermouth
3 St frische Erdbeeren, entstielt
frische Erdbeeren für die Garnitur

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mixer verquirlen, bis alles gut vermischt ist. In ein gekühltes Cocktailglas gießen und mit frischen Erdbeeren garnieren.