Archiv für die Kategorie ‘12 Arten, seine Nachbarn umzubringen’

… und noch ein Juli-Limerick:

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von moorblank in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Einem Heimwerker war es  stets zu laut
wenn der Nachbar des Nachts Fernseh schaut.
Er kontert mit Bohren
trifft zwischen zwei Ohren…
Die Trennwand war zu dünn gebaut!

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Für den Juni…

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von moorblank in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

.. ein Limerick von Gudrun Lerchbaum, Mörderische Schwester aus Wien:

Der Dackel vom Nachbarn spaziere,
sagt Carla, zum äußerln in ihre
Geranien und Rosen,
drum hat’s ihn erschossen.
Das Herrl, nicht den Hund, sie liebt Tiere!

mehr davon hier: http://gudrunlerchbaum.wordpress.com/

Pusteblumen

Veröffentlicht: Mai 12, 2013 von Rita Hausen in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Heidis Geschichte hat mich inspiriert, und da wir im April keinen Nachbarschaftsmord hatten, poste ich jetzt meine Geschichte als Gegenstück zu „Löwenzahn“.

Immer, wenn ich es mir gerade im Liegestuhl gemütlich mache, fängt dieser Blödmann an, seinen Rasen zu mähen. Neulich meinte er doch tatsächlich, ich solle den Löwenzahn in meiner Wiese schneiden, bevor die Samen zu ihm rüberwehen. Ich liebe aber dieses strotzende Gelb des Löwenzahns und erst recht die wundervollen Samenkugeln, aus denen sich kleine Fallschirmchen lösen, wenn man sie anpustet. Eines Morgens, als ich aus dem Fenster auf meine kleine Wiese schaute, war sie braun, so als hätte es seit Monaten nicht geregnet.
Mir war sofort klar, was da geschehen und wer das gewesen war. Natürlich würde er alles abstreiten, sollte ich ihn zur Rede stellen. Aber warte, Bürschchen! Das lasse ich mir nicht bieten.
Ich beobachtete ihn von da an genau. Als ich sicher sein konnte, dass er einige Zeit nicht zu Hause war, brach ich seinen Geräteschuppen auf und bastelte an seinem Elektro-Rasenmäher. Bei der nächsten Mäh-Aktion wird mein Nachbar einen elektrischen Schlag bekommen, der sich gewaschen hat. Das wird er nicht überleben. Ich freue mich schon darauf, endlich in Ruhe in meinem Liegestuhl zu liegen und Krimis zu lesen.

Rita Hausen

Löwenzahn

Veröffentlicht: Mai 3, 2013 von moorblank in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Mein Garten ist wunderschön.
Der Rasen dicht und saftig grün, zweikommaacht Zentimeter, geschnitten wird zwei Mal wöchentlich und alle zwei Monate wird gedüngt. Die Hecke ist perfekt geschnitten, der rechte Winkel ist eindeutig. Die Buchsbaum-Solitäre stellen Tierfiguren dar, seit Jahren arbeite ich daran und bin glücklich, wenn mein Blick auf diesen Teil des Gartens fällt.
Der Rasen meines Nachbarn ist voller Löwenzahn. Die gelben Blüten machen mich nervös, bald werden sich die Schirmchen in alle Winde zerstreuen.
Wenn ich meine Gartenmöbel streiche, sitzt mein Nachbar an seinem alten, wackeligen Plastiktisch und isst Torte.
Wenn ich den Rasen mähe, liegt er auf seinem im Liegestuhl.
Ich werde morgen mit meiner Giftspritze seinem Löwenzahn den Garaus machen. Den Liegestuhl samt Nachbarn werde ich nicht ausklammern.

Heidi Moor-Blank

Perlen

Den ganzen Herbst über hockten sie im Dämmerlicht drüben auf den Stufen rum. Coffee to go, Zigaretten und wenn jemand vom Parkplatz kam, haben sie weggeguckt. Ich hab sie vom Fenster aus beobachtet. Die beiden haben alles mitgekriegt. Gartenparties, Tennis, Reiten, Golf; dann als es kühler wurde, Restaurants, schnell mal zum Chinesen und Konzerte. Putzfrau rein, Putzfrau raus, Fensterputzer rein, Fensterputzer raus. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: Laptops, Schmuck, Goldbarren, Rolex-Uhren, alles was unterm Weihnachtsbaum lag. Blitzschnell, sie haben höchstens ne Viertelstunde gebraucht. Chinesischessen dauert länger. Viel länger. Die Perlen haben sie liegen lassen. Wo ich doch Perlen sooo gerne habe.

Heide-Marie Lauterer

Endlich wieder Ruhe

Veröffentlicht: Februar 1, 2013 von Rita Hausen in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Endlich wieder Ruhe!

Jonathan Pauly hatte ein Geräusch gehört das es nicht geben durfte, jetzt nicht mehr. Angestrengt lauschte er, aber da war nichts. Sicherlich hatte er nur geträumt. Der Wecker zeigte 6:20 Uhr. Manchmal muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen, dachte Pauly, rollte sich auf die andere Seite und schlummerte seelenruhig wieder ein.

Sein Nachbar hatte am Vortag einen tödlichen Stromschlag erlitten als er seinen Laubbläser – wie jeden Morgen um 6:15 Uhr – vom Stromnetz nehmen wollte. Das Bild, das sich dem zuständigen Kommissar Jonathan Pauly bot, war unzweifelhaft: ein Unfall.

Petra Scheuermann

12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Veröffentlicht: Januar 2, 2013 von Rita Hausen in 12 Arten, seine Nachbarn umzubringen

Oh, das ist aber eine Überraschung, die Frau Wellenreuther-Wagenschmitt von vis-à-vis.“
„Ja, wir feiern heute unseren Hochzeitstag und da wollen wir der lieben Nachbarschaft eine Kleinigkeit bringen.“
„Oh, das ist aber eine große Torte, vielen Dank Frau Wellenreuther-Wagenschmitt.“

Minuten später hört man einen lauten Knall. Ein schmuckloses Fertighaus löst sich in Staub und Asche auf.

„Jetzt ist die Aussicht wieder unverbaut, Schatz.“
„Ja, ja.“

Ingrid Reidel